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Erschaffen und Weitervermitteln: Workshop Umweltbildung in Bergregionen / Berchtesgaden/D

Montag, 10 November 2014

Vom 21. bis 23. Oktober 2014 fand der 3. Internationale Workshop "Umweltbildung in den alpinen Schutzgebieten" gemeinschaftlich organisiert von ALPARC und REEMA (französisches Netzwerk zur Umweltbildung in der alpinen Bergwelt) mit dem Nationalpark Berchtesgaden (D) statt. Andrea Heiss und ihr Bildungsteam begrüßten die Teilnehmer in ihrem Bildungszentrum und im neuen Informationszentrum "Haus der Berge".

Die Arbeitsgruppe hat um die 20 Bildungsverantwortliche aus verschiedenen alpinen Schutzgebieten zusammengebracht, aus Deutschland, Österreich, Frankreich, Italien, Liechtenstein, Slowenien und der Schweiz. Die Teilnehmer, die sich zum großen Teil schon seit langem kannten, waren froh darüber, sich erneut zu treffen, um über ihre Praxis und ihre Erfahrungen auszutauschen, und um Aktionen und gemeinsame Projekte der Schutzgebiete zu entwickeln. Darunter: die Erarbeitung eines gemeinsamen pädagogischen Instruments, dass für Ausflüge in den Schutzgebieten genutzt werden soll; die Entwicklung eines kollektiven Events der Schutzgebiete, um die Jugendlichen in die Berge zu begleiten, und weitere Projekte für die nächsten Jahre.

Mehrere Tage der Arbeit und des Entdeckens enthielten auch eine geführte Besichtigung des neuen Informationszentrums « Haus der Berge » das 2013 eingeweiht wurde und des Bildungszentrums des Parks. Dieser gast- und umweltfreundliche Bereich (Passivgebäude) ist für den Empfang von Gruppen und Klassen sowohl für die Organisation von pädagogischen Animationen ausgestattet. Die Zielgruppe ist das ganz junge Publikum; die Priorität liegt auf der Entdeckung und des Erlernens durch Erfahrung. Die Teilnehmer konnten selbst einige der Ateliers ausprobieren, die normalerweise den Kindern gewidmet sind. Die im Bildungszentrum vorgeschlagen Aktivitäten werden großzügig durch Aktivitäten in freier Natur vervollständigt.

Während des gesamten Workshops wurde die Wichtigkeit und Notwendigkeit der Verstärkung der Bindung der Jugend an die Natur und das Gebirge herausgestellt, sowohl die Schlüsselrolle der Schutzgebiete bei der Sensibilisierung der Jugend für den Naturschutz. Eine Workshop-Session wurde der Erfahrungsvermittlung im Bereich der Aktivitäten gewidmet, die sich an Jugendliche und Kinder richten, die in den Alpen leben, im Gebiet der Parks oder ihrer Peripherie und die, paradoxerweise, oft nicht wirklich die Berge und „ihren“ Park kennen.

Des Weiteren wurde der kollaborative on-line Arbeitsplatz „ALPARC Extranet“ vorgestellt, der bis zum Jahresende eine Plattform für die Arbeiten der Gruppe Umweltbildung anbieten wird. Dieses on-line Instrument, das die Arbeit aus der Ferne über gemeinsame Projekte fördern und auch den Austausch von Ideen, Ressourcen und „Best –practices“ ermöglichen wird, soll in Perspektive auch anderen thematischen Arbeitsgruppen ALPARCs zur Verfügung gestellt werden.