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Editorial – Newsletter 52 – September 2014

Donnerstag, 18 September 2014

Nächstes Jahr wird  ALPARC sein 20-jähriges Bestehen feiern. Das Netzwerk alpiner Schutzgebiete, das 1995 auf französische Initiative hin gegründet wurde, ist seitdem eines der konkretesten und anerkanntesten Instrumente der Alpenkonvention geworden.

Mit Beteiligung der Verwalter aller Schutzgebietskategorien hat ALPARC seit 1995 hunderte von Treffen, Projekten und konkreten Aktionen durchgeführt, sowohl im Bereich der Artenvielfalt, und besonders des alpinen ökologischen Verbunds, wie in den Bereichen der nachhaltigen Regionalentwicklung der Schutzgebiete und der Kommunikation. Zahlreiche weitreichende europäische Projekte konnten mit Einbindung der größten Schutzgebiete der Alpen, internationalen Forschungseinrichtungen, Ministerien und nicht-staatlichen Organisationen verwirklicht werden.

Das Netzwerk ist heute ein Verein mit internationalem Anspruch geworden, nachdem es zu Beginn erst dem französischem Nationalpark Ecrins und anschließend dem Ständigen Sekretariat der Alpenkonvention angegliedert war. Mehr als 40 Verwaltungsstrukturen zählen zu seinen Mitgliedern, wodurch mehr als 100 der wichtigsten Schutzgebiete des Alpenbogens vertreten sind. Diese Mitglieder sind der harte Kern des Netzwerks; allerdings sind alle alpinen Schutzgebiete eingeladen, aktiv an den gemeinsam organisierten Veranstaltungen teilzunehmen und dem Verein beizutreten, um in Hinsicht auf das Prinzip « Gemeinsam für die Alpen » zu wirken.

Das Programm 2014-2015 sieht außer der Durchführung von Projekten zu den Schwerpunktthemen des Naturschutzes in den Alpen zahlreiche weitere Gelegenheiten des Austausches und konkrete Aktionen im Bereich der Kommunikation vor, wie die jüngst produzierte DVD der Multivisionsschau « Für die Alpen », die unter anderem anlässlich der Weltausstellung EXPO 2015 in Mailand vorgeführt wird.

Die Durchführung des Arbeitsprogramms ist in vollem Gang und sieht eine Stärkung der Zusammenarbeit mit dem Ständigen Sekretariat der Alpenkonvention vor.
Die Vorbereitungen für die nächste Generalversammlung in Österreich (Hohe Tauern, 23. Januar 2015)* die das Geburtstagsjahr einleiten wird, haben angefangen. Neue Themen, die in der Zukunft entscheidend für die Schutzgebiete sein werden, sollen im Netzwerk behandelt werden. Da geht es zum Beispiel um den Prozess der Schaffung einer alpinen Makroregion**, in der die Parks und Naturschutzgebiete der Alpen eine wichtige Rolle spielen werden, zum Erhalt der Biodiversität aber auch, um neue Modelle und Arten der wirtschaftlichen Entwicklung zu erarbeiten. Wir laden alle alpinen Schutzgebiete ein, sich uns anzuschließen, an einer oder mehreren von uns in diesem Jubiläumsjahr geplanten Veranstaltungen teilzunehmen, um gemeinsam Antworten auf diese neuen Fragestellungen zu finden und die Rolle jedes Schutzgebiets in seinem eigenen Land sowie im Netzwerk ALPARC zu verstärken.

Guido Plassmann
Direktor ALPARC

 

(*im Rahmen des traditionellen Memorials Danilo Re, Treffen und Wettbewerb der Schutzgebietsranger, das ebenfalls im Jahre 2015 sein 20-jähriges Bestehen feiert.)

(**eine öffentliche Umfrage zu diesem Thema läuft noch bis zum 15. Oktober 2014 unter folgendem Link : http://ec.europa.eu/regional_policy/consultation/eusalp/index_en.cfm )