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Zweites Vernetzungstreffen von „Naturschutz vernetzt“: Austausch zu Digitale Tools und Biodiversitätsmonitoring

Montag, 11 Mai 2026

Vom 27.-29.04.2026 fand beim Naturpark Nagelfluhkette in Immenstadt (D) das zweite Treffen der ALPARC CENTR’ALPS-Veranstaltungsreihe „Naturschutz vernetzt“ zu den Themen Digitale Tools und Biodiversitätsmonitoring statt. Zum Treffen kamen die Expertinnen und Experten der deutschsprachigen Schutzgebiete aus Deutschland, Österreich und der Schweiz.

Das Projekt „Naturschutz vernetzt“ ist eine Verbändeförderung mit dem Ziel, die Arbeit der Schutzgebiete zu stärken, ihre Zusammenarbeit zu intensivieren und die ökologische Vernetzung zu verbessern. Ein zentrales Element des Projekts sind Austauschveranstaltungen für Expertinnen und Experten der Schutzgebiete, die es ermöglichen, Erfahrungen zu teilen, gemeinsame Herausforderungen zu diskutieren und neue Erkenntnisse praxisnah weiterzuentwickeln.

Inhaltlich lag der Fokus des Treffens auf der Schnittmenge von Monitoring und Digitalen Tools und somit auf der Frage: Was wird Wie in den Schutzgebieten gemonitort?

Im Rahmen des Treffens zeigte sich, dass die alpinen Schutzgebiete trotz unterschiedlicher Rahmenbedingungen vor ähnlichen Herausforderungen stehen. Ein flächendeckendes Biodiversitätsmonitoring ist ressourcenintensiv, es erfordert eine entsprechende technische Infrastruktur (Fallen, Sensoren, Kameras, GIS, etc.), qualifizierte Mitarbeiter und digitale Werkzeuge zur effizienten Umsetzung.

Dabei zeigte sich ein sehr heterogenes Bild zwischen den Schutzgebietstypen. Während Nationalparks über die Ressourcen verfügen, ein flächendeckendes Monitoring mit entsprechender Infrastruktur für z.B. standardisierten Fallenfang durchzuführen, müssen Naturparks ihre Ressourcen und Mitarbeiter auf einige Arten fokussieren. Von ALPARC wurde das aktuelle Projekt AlpsLife vorgestellt, wobei versucht wird ein gemeinsames System zu entwickeln, um gebietsübergreifend den Zustand der Biodiversität in den Alpen darzustellen.

Ein weiterer Ansatz, an dem aktuell gebietsübergreifend gearbeitet wird, ist das sozial ökologische Monitoring von fünf Naturparken in Bayern und Österreich aufgebaut. Ziel ist es Landschaft und Lebensräume zu monitoren und Veränderungen der Landschaft langfristig zu dokumentieren.

Neben den fachlichen Inputs wurden im Workshop-Format gemeinsame Ideen für zukünftige Zusammenarbeit sowie konkrete Kooperationsmöglichkeiten entwickelt. Der offene Austausch trug wesentlich dazu bei, voneinander zu lernen und gemeinsame Perspektiven für die weitere Projektarbeit zu entwickeln.

Unser Dank gilt den engagierten Teilnehmenden sowie den Gastgebern vom Naturpark Nagelfluhkette, die das Treffen inhaltlich wie organisatorisch zu einer äußerst interessanten und produktiven Veranstaltung gemacht haben.

Das dritte Treffen der Veranstaltungsreihe zu den Themen „Kooperation mit der Landwirtschaft“ und „Besucherlenkung“ ist für den 15.–18.09.2026 terminiert und wird beim Nationalpark Hohe Tauern stattfinden. Die entsprechenden Informationsdokumente werden wieder zuvor auf unserer Webseite veröffentlicht.

Das Projekt „Naturschutz vernetzt“, wird durch das Bundesamt für Naturschutz (BfN) mit Mitteln des Bundesministerium für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMUKN) gefördert.

© Image: Rolf Eberhardt – Naturpark Nagelfluhkette 

ALPARC - Das Netzwerk Alpiner Schutzgebiete

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