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ALPARC Workshop über die Auswirkungen des Klimawandels auf die alpine Biodiversität

Montag, 15 September 2014

Am 10. und 11. September 2014 haben Schutzgebietsmitarbeiter und Wissenschaftler im Rahmen eines internationalen ALPARC Workshops über die Rolle der Schutzgebiete beim Monitoring der Auswirkungen des Klimawandels auf die alpine Biodiversität diskutiert.

In der außergewöhnlichen Kulisse des Besucherzentrums des Nationalparks Gran Paradiso im ehemaligen Grand Hotel in Ceresole Reale sich haben am 10. und 11. September rund dreißig Experten und Wissenschaftler aus verschiedenen Alpenländern beim ALPARC Workshop “Auswirkungen des Klimawandels auf die biologische Vielfalt in alpinen Schutzgebieten – Beitrag des Biodiversitätsmonitoring“ zusammengefunden.


Die im Rahmen der Vortragssession vorgestellten Beispiele haben die Vielfalt der Monitoring-methoden und -möglichkeiten eindrucksvoll dargestellt: Flora (Bsp. Monitoring-Netzwerk für Caricion bicoloris atrofuscae) und Fauna (Bsp. Methoden des Vogelmonitoring in den bayerischen Alpen) aber auch Seen (Bsp. Projekt "Lacs sentinelles“) und Pflanzenphänologie (e-Pheno). Darüber hinaus wurde in einem historischen Exkurs der Nutzen geschichtlicher Aufzeichnungen der ersten alpinen Botaniker dargestellt, um die Folgen des Klimawandels auf die Vegetationskomposition zu belegen.


Die Vorträge haben die Bedeutung und Diversität des Themas „Biodiversitätsmonitoring“ in Hinblick auf die Dokumentation klimatisch bedingter Veränderungen hinlänglich unterstrichen. Die Redner und auch die Diskussionsbeiträge des Plenums haben den Stellenwert der internationalen Zusammenarbeit in diesem Forschungsbereich erneut in den Vordergrund gebracht. Die alpinen Schutzgebiete spielen in diesem Zusammenhang eine besondere Rolle, auch aufgrund ihrer möglichen Funktion als Freiluftlabore, die über gut ausgebildetes Personal zur Mithilfe bei Beobachtungen und Messungen verfügen und die notwendige Infrastruktur für die Monitoringaufgaben sowie eine langfristige Sicherung der Monitoringflächen bieten können. 


Die Exkursion am nächsten Tag bot die Gelegenheit ein spezifisches, von mehreren italienischen Schutzgebieten entwickeltes Monitoringprotokoll zur Erfassung der Tiervielfalt in alpinen Ökosystemen im Gelände zu präsentieren. Die Mitarbeiter des Nationalparks Gran Paradiso machten die Veranstaltung aufgrund der technischen und fachlichen Qualität der Exkursion aber auch dank der auf 2000 Meter Höhe  im beindruckenden Rahmen der königlichen Jagdhütte servierten Polenta zu einem unvergesslichen Ereignis.

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Below the PowerPoint presentations shown during the Workshop « Monitoring biodiversity transformation to document climate change impacts in alpine protected areas”.
Please note that the presentation of Sonja Wipf is not online. If you are interested in the presentation, please contact directly the author at : sonja.wipf (at) slf.ch