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Die Umweltbildungsbeauftragten sind motiviert für eine transalpine Zusammenarbeit

Montag, 15 November 2010
  • Land Switzerland

 « Während des ALPARC-Meetings in Zernez habe ich an meinem ersten Treffen des REEMA (alpines Netzwerk für Umweltbildung) teilgenommen, welches in Form eines Workshops stattfand. Diese Veranstaltung war die Gelegenheit Frauen und Männer kennenzulernen, die mit der Umweltbildung in Schutzgebieten im Alpenmassiv beauftragt sind. Sie waren rund um einen Tisch versammelt und in der Mitte dieses Tisches thronte ein Ei.

Als sie von der Notwendigkeit sprachen mit Hilfe von Wissen und Emotionen, bestehende Ängste und Furcht vor der Natur zu überwinden, begannen sich erste Risse in der Eierschale zu zeigen. Trotz der Sprachbarrieren haben sie gezeigt, dass sie motiviert sind ihre Erfahrungen zu teilen und da sie begannen ihre Arme zu öffnen, hat der Vogel seine Flügel ausgebreitet und ist davongeflogen. Ungeachtet der Grenzen hat er seine Reise durch die Alpenkette begonnen, in Richtung dessen, was Menschen vereinigt und was die alpine Identität formt.

Wenn Sie diesen Vogel sehen, im Himmel der Alpen, dann sagen Sie sich, dass seine Reise kaum begonnen hat und dass es jedem selbst überlassen ist, ihm zu folgen...»

Statement des Teilnehmers Frank Miramand, ASTERS – Konservatorium der Naturschutzgebiete in Hochsavoyen/F. 

Eine motivierende erste Zusammenkunft

 Mehrere Personen aus verschiedenen Schutzgebieten der Alpen, die alle mit der Umweltbildung beauftragt sind, hatten im Rahmen der Generalversammlung von ALPARC am 19. und 20. Oktober die Gelegenheit, sich das erste Mal für einen Workshop zu ihrem Arbeitsthema im Schweizer Nationalpark in Zernez zu treffen.

Die zahlreichen Anmeldungen waren für uns ein Beweis der Wichtigkeit und Aktualität dieses Themas; leider mussten wir sogar einigen Teilnehmenden, die nicht zum Netzwerk gehören, absagen.
Letztendlich waren es 26 Personen, die sich mit ihrem Beruf und den Möglichkeiten einer alpenweiten Zusammenarbeit beschäftigt haben. Das Treffen wurde gemeinsam mit dem REEMA (alpines Netzwerk für Umweltbildung) durchgeführt, welches alle Personen vereinigt, die in den französischen alpinen Schutzgebieten mit der Umweltbildung betraut sind. Die anderen Alpenländer waren ebenfalls gut repräsentiert, die Teilnehmer kamen zu 1/3 aus Frankreich, 1/3 aus Italien und zu 1/3 aus Deutschland, Österreich und der Schweiz und sie waren vor allem alle sehr motiviert! 

Die Perspektiven für die Gruppe

 Neben dem obersten Ziel, Gleichgesinnte aus anderen Parks oder Reservaten der Alpen zu treffen um sich über den gemeinsamen Beruf und die darin gesammelten Erfahrungen auszutauschen, sollte dieses Treffen auch dazu dienen, zusammen Vorschläge für zukünftige, gemeinsame Aktionen und Projekte zu definieren. Die so ins Leben gerufene Arbeitsgruppe hat ihren Wunsch bestätigt, eine alpenweite Zusammenarbeit zu diesem Thema im Rahmen von ALPARC aufzubauen.

Die Zusammenkunft hat es erlaubt verschiedene Ansatzpunkte und Ideen für konkretere Aktionen oder Projekte aufzulisten: Teilnahme am Programm Phénoclim , Kreation von gemeinsamen pädagogischen Mitteln, Zusammentragen von Ressourcen, Reflexion über die erzieherischen Werte (alpine Identität, alpine Kultur...), Evaluierung erzieherischer Aktionen aber auch die Anerkennung des Auftrages der Erziehung im Rahmen der Parks, etc...

Nun müssen die Prioritäten der Gruppe definiert und ein Arbeitsplan erstellt werden, welcher sich vor allem auf einen gemeinsamen Online-Workspace stützen wird, an dem wir zur Zeit arbeiten. 

Die Umweltbildung in den Alpen, eine wichtige Aufgabe der alpinen Schutzgebiete

Der Austausch hat gezeigt, dass viele (in den meisten der vertretenen Ländern) das Gefühl haben, dem Bildungsauftrag wird in den Schutzgebieten im Vergleich zu anderen Aufträgen wie etwa der Forschung oder der wissenschaftlichen Betreuung, nicht genügend Beachtung geschenkt. Dies zeigt sich insbesondere auch in einem Personal- und Finanzmangel.

Die alpine Umwelterziehung sollte jedoch ein zentraler Aufgabenbereich der Schutzgebiete sein, denn sie erlaubt es der Bevölkerung und den Besuchern, sowohl Kindern, als auch Erwachsenen, die Berge und die alpine Umwelt zu entdecken und zu erfahren („Erziehung des Herzens und der Sinne“) und stellt somit den ersten Schritt dar, der zu ihrer Respektierung führt! Die Teilnehmer möchten deshalb daran erinnern, dass die Umweltbildung ein reelles Mittel des Umweltschutzes darstellt.

Der Arbeitsgruppe beitreten

Wenn Sie mit der Umwelterziehung in einem alpinen Schutzgebiet beauftragt sind, aber nicht an diesem Treffen teilgenommen haben, ist es natürlich noch immer möglich sich dieser Gruppe für die kommenden Arbeiten anzuschließen: wenden Sie sich an marie.stoeckel@alparc.org