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2 junge Bartgeier im Aostatal geboren

Freitag, 05 Oktober 2012

Es ist eine schöne Belohnung über die sich der Nationalpark Gran Paradiso und die Region Valle d‘Aosta freuen können, die beide sehr stolz auf ihre Beteiligung an diesem fantastischen Wiedereinbürgerungsprojekt einer außerordentlich symbolischen Art der alpinen Fauna sind.

Nach nahezu hundert Jahren Engagement konnten der Nationalpark Gran Paradiso und die Region Valle d’Aosta, symbolträchtige Orte der Naturschutzgeschichte der Alpen sich über eine Belohnung einer besonderen Art freuen und ihrem Stolz Ausdruck verleihen, aktiv an dieser bedeutenden Aktion teilzunehmen, deren Ziel kein geringeres ist als eine seit langer Zeit aus den Alpen verschwundene Art wieder in diesem Bergmassiv heimisch zu machen.

Champagne und Iris (so haben die Schüler der zwei Täler Valle di Rhêmes und Valsavarenche die zwei Küken getauft) wurden im April 2012 geboren. Im Anbetracht der Seltenheit dieser Art in den Alpen kann dies als außerordentliches Ereignis gefeiert werden, da die Westalpen dank des internationalen Wiedereinbürgerungsprojekts erst seit sehr kurzer Zeit wieder eine kleine Population von Bartgeiern beherbergen.

 Die zwei Geburten und der erfolgreiche Abflug der jungen Bartgeier stellen für den Nationalpark Gran Paradiso und die Region Valle d’Aosta eine der ermutigendsten Neuigkeiten der europäischen Bartgeiergeschichte dar. Mit der Rettung der Steinböcke im 19. Jahrhundert hat der Nationalpark nicht nur eine der Symbolfiguren der alpinen Fauna erhalten sondern auch den Grundstein für die Rückkehr des Bartgeiers gelegt, der ein Jahrhundert später dank der großen Steinbockpopulationen eine ausreichende Nahrungsgrundlage findet.

Und so schließt sich der Kreis!