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Internationaler Austausch zum Thema „Biotopvernetzung“ zwischen den Alpen und den Karpaten in Mikulov (CZ)

Donnerstag, 02 Dezember 2010

 Vom 20. bis 23. September 2010 fand in Mikulov eine Tagung zum Thema ‚ökologische Vernetzung’ für Experten der Alpen und der Karpaten statt. Diese Veranstaltung wurde im Rahmen des 2008 unterzeichneten Memorandum of Cooperation zwischen der Konvention zur biologischen Vielfalt (CBD), sowie der Alpen- und Karpatenkonvention organisiert.

Im Laufe der arbeitsreichen aber sehr geselligen Tage hatten die Teilnehmer die Gelegenheit, unter anderem das Projekt des Alpen-Karpaten-Korridors zu besichtigen, dessen Ziel die Förderung der Migration großer Säugetiere zwischen den zwei Bergmassiven ist.

Der folgende Tag war der 6. offiziellen Sitzung der Plattform „Ökologischer Verbund“ der Alpenkonvention gewidmet. Parallel zu dieser Sitzung fand ein erstes Treffen mit Vertretern aus den Karpaten statt, um die Einrichtung einer mit der Plattform vergleichbaren Arbeitsgruppe im Rahmen der Karpatenkonvention zu diskutieren. Die internationale Konferenz selbst fand am Mittwoch statt, mit zahlreichen Vorträgen bei denen konkrete Umsetzungsbeispiele und Erfahrungsberichte aus den zwei Bergregionen vorgestellt wurden. Auch der Diskussion wurde ausreichend Raum zugestanden, da eines der Hauptziele der Veranstaltung ja die Erörterung künftiger Kooperationsmöglichkeiten zu diesem spezifischen Thema war.

Zum Abschluss der Veranstaltung waren die Teilnehmer zu einer Exkursion in das nahegelegene Schutzgebiete Plava, zu einer Einführung in die lokalen Probleme im Zusammenhang mit Biotopvernetzung eingeladen und bei dieser Gelegenheit konnte der Austausch zwischen den angereisten Experten aus den verschiedenen Ländern in einem etwas informelleren Rahmen weiter geführt werden.

Alles in Allem war diese Veranstaltung die Gelegenheit, den Grundstein für gemeinsame künftige Kooperationsprojekte zu legen und sie stellt einen weiteren Schritt dar, den ohnehin bereits sehr engen und guten Austausch zwischen den zwei Bergmassiven auch zu diesem, für die Zukunft des Naturschutzes richtungweisenden, Thema zu verstärken.